Schneefinder

Methodik und Quellen

Welche Daten wir nutzen, wie wir rechnen und wo die Grenzen liegen. Gemessen, nicht behauptet.

Kurz erklärt

„Schneesicher ab 1.650 m · 85 % der Pisten“ heißt: In mindestens 14 von 20 der vergangenen Winter lagen in dieser Kalenderwoche ab 1.650 m Höhe an mindestens 5 von 7 Tagen 30 cm Naturschnee oder mehr. 85 % der Pistenkilometer des Skigebiets liegen über dieser Höhe. Beschneiung zählt nicht mit, und es ist keine Vorhersage.

Schneesicherheit je Woche

Grundlage ist CERRA-Land, eine Reanalyse des europäischen Copernicus-Dienstes mit einem Raster von 5,5 km. Sie liefert für jeden Tag Schneehöhe und Wassergehalt der Schneedecke. Die Kennzahlen beruhen auf den jüngsten 20 Wintern (2005/06 bis 2024/25) (warum nicht 30: siehe Wie gut treffen die Chancen ein?); ein Winter reicht vom 1. Oktober bis 31. Mai.

Warum nur die jüngsten Winter? In den Alpen ist die Schneedecke in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, besonders in tieferen Lagen (Matiu u. a. 2021, The Cryosphere). Ältere Winter würden die Schneesicherheit für eine Reise heute eher zu günstig zeigen. 30 Winter sind der übliche Zeitraum für ein Klimamittel. Den Vergleich früher und heute, die Winter 2005/06 bis 2024/25 gegen 1985/86 bis 2004/05, zeigen wir, sobald alle diese Winter ausgewertet sind.

Schneesicher ab … Metern

Schnee auf einem hohen Gipfel heißt noch nicht, dass man im Skigebiet fahren kann. Deshalb nennen wir je Kalenderwoche die Höhe, ab der es schneesicher ist, und wie viele Pistenkilometer darüber liegen, zum Beispiel „Schneesicher ab 1.650 m · 104 von 122 km Piste darüber“.

Zwei Höhen je Skigebiet

Tal ist die Talstation des tiefsten Lifts, Berg die Bergstation des höchsten (Förderbänder und Seillifte zählen nicht). Für jede Höhe nehmen wir aus allen Rasterzellen im Umkreis von 12 km die drei, deren Modellhöhe der Zielhöhe am nächsten liegt, gewichtet mit 1 ÷ (Höhenunterschied + 50 m). Das Raster glättet Gipfel. Liegt die höchste passende Zelle deutlich unter der Bergstation, zeigen wir an, aus welcher Höhe die Werte stammen („Werte aus 2.450 m“).

Höhenausgleich mit Österreichs 1-km-Schneeraster

Das 5,5-km-Raster glättet das Gelände: Für eine Talstation in einem tiefen Tal liegen selbst die passendsten Rasterzellen oft mehrere hundert Meter höher, und dort liegt öfter Schnee. An hohen Bergstationen ist es umgekehrt. Wo die Höhe des Rasterpunkts zur Station passt (bis 150 m Unterschied), bleibt CERRA-Land, wie es ist. Liegt ein Tal- oder Bergpunkt mehr als 150 m über oder unter seinem Rasterpunkt, gleichen wir den Höhenunterschied aus:

Kennzahlen

Wochen sind Kalenderwochen nach ISO, KW 44 bis KW 18. Hat ein Jahr eine KW 53 (so 2026), zählt sie zu KW 52. Alle Werte beschreiben vergangene Winter. Sie sagen, wie oft es in dieser Woche Schnee gab, nicht wie viel in eurem Urlaub liegen wird.

Geprüft an 333 Messstationen

Ob die Schneewerte stimmen, prüfen wir an 333 Messstationen in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien (Südtirol) und Deutschland (Winter 2005/06 bis 2024/25, Südtirol erst ab 2014/15). Für jede Station rechnen wir den 30-cm-Wert so, wie wir ihn für ein Skigebiet rechnen: aus den Rasterzellen in Höhe der Station und mit Höhenausgleich, wo nötig. Den vergleichen wir mit dem, was an der Station gemessen wurde. Je Woche zählen nur Winter, in denen für alle sieben Tage ein Wert vorliegt; fehlende Tage ergänzen wir aus den Nachbartagen, höchstens zwei in Folge. Gezählt werden nur Wochen mit mindestens 8 solchen Wintern. Liegt eine Station nah an einem Skigebiet (bis 10 km, höchstens 200 m Höhenunterschied zu Berg, Tal oder einem Ort), zeigen wir ihren gemessenen Wert auf der Seite des Skigebiets, zusammen mit unserem Modellwert an derselben Stelle.

Bestanden heißt: In Österreich und außerhalb liegt der 30-cm-Wert mit Höhenausgleich im Mittel nicht weiter neben den Messungen als ohne. Und in keiner Höhenlage mit mindestens 5 Stationen weicht er im Mittel um mehr als 12Prozentpunkte ab.

Zwischen 1.500 und 2.200 m zeigen unsere Werte im Mittel weniger Schnee, als die Stationen messen (−7,9 Prozentpunkte außerhalb Österreichs, −11,4 Prozentpunkte in Österreich). Dort sind sie eher vorsichtig.

Zur Information: Der frühere Abgleich mit SNOWGRID-CL (jedes österreichische Skigebiet einmal weggelassen, aus den übrigen gelernt) ergibt mit Höhenausgleich eine Abweichung im Median von 15,0 Prozentpunkte; je Höhenlage unter 1.500 m: −2,4 Prozentpunkte (3123 Wochenwerte); 1.500 bis 2.200 m: +14,5 Prozentpunkte (2193 Wochenwerte); über 2.200 m: +16,9 Prozentpunkte (474 Wochenwerte). Er entscheidet nicht mehr: SNOWGRID-CL glättet Gipfel und zeigt an Österreichs Messstationen zwischen 1.500 und 2.200 m selbst deutlich weniger Schnee als gemessen. Unser Höhenausgleich behält das Schneeniveau von CERRA-Land und weicht deshalb dort von SNOWGRID-CL ab.

Wie gut treffen die Chancen ein?

Wir haben die Methode an den zehn Wintern 2015/16 bis 2024/25 geprüft, jeweils so, als kennten wir nur die 20 Winter davor. Eine Angabe von 70 bis 79 % trat an 101 Messstationen, die wir für nichts anderes verwenden, in 72 % der Fälle ein (im Modell selbst in 64 %). „100 %“ hielt an den Stationen in 93 von 100 Fällen, „0 %“ in 97 von 100. Im Mittel lagen unsere Chancen 1 bis 4 Prozentpunkte zu hoch, weil mehrere der letzten Winter schneearm waren. Ein einzelner Winter kann im ganzen Alpenraum deutlich abweichen: 2016/17 erfüllten nur 34 % aller Tal- und Bergwochen die 30-cm-Regel statt der erwarteten 48 %.

Mit 30 statt 20 Wintern lagen die Chancen in dieser Rückrechnung nicht näher an der Wirklichkeit, und sie bestanden einen unserer festen Prüffälle nicht. Deshalb rechnen wir mit den jüngeren 20 Wintern. Stand: 5. Oktober 2026.

Nur Naturschnee, ohne Beschneiung

Alle Schneewerte beschreiben Naturschnee. Beschneiung ist nicht enthalten. Einen Beschneiungsanteil je Skigebiet zeigen wir nicht: In OpenStreetMap ist Beschneiung nur an wenigen Pisten eingetragen, ein daraus berechneter Anteil läge fast überall bei 0 % und wäre falsch. Zur Einordnung die Landeswerte der Seilbahnverbände:

Wie viel ein einzelnes Skigebiet beschneit, steht auf dessen Website.

So sortiert der Finder

Die Formel, wie sie im Code steht:

snow = Anteil der Pistenkilometer über der Schneesicherheitsgrenze der Woche (0 bis 100)
       „Noch offen“: Mittel über KW 50 … KW 13
fit    anfaenger → scores.anfaenger
       gemischt  → mean(anfaenger, groesse)
       gut       → mean(experten, groesse)
       experten  → scores.experten
       „Nightlife wichtig“: fit = 0.6·fit + 0.4·scores.nightlife
rank = 0.55·snow + 0.30·fit + 0.15·scores.groesse
       gleiche Punktzahl: höhere Schneesicherheit für 60 cm am Berg (p60) zuerst, dann der Name

Ranglisten

Werte für Anfänger, Experten, Nightlife und Größe

Alle vier Werte liegen zwischen 0 und 100. Jede Kennzahl wird zuerst in einen Perzentilrang unter allen Skigebieten des Finders umgerechnet (gleiche Werte bekommen den mittleren Rang; der kleinste Wert 0, der größte 100). Ein Wert ist das gewichtete Mittel dieser Perzentilränge. Fehlt eine Kennzahl, fällt sie weg und die übrigen Gewichte werden hochgerechnet. Nur wenn alle Kennzahlen fehlen, gibt es keinen Wert („keine Angabe“), nie eine 0.

WertKennzahlen und Gewichte
Anfänger50 % Anteil grüner und blauer Pisten an allen Pistenkilometern · 25 % mittleres Gefälle der leichten Pisten (flacher ist besser) · 25 % Zahl der Förderbänder und Seillifte
Experten50 % Kilometer schwarzer Pisten · 30 % Anteil der Pistenlänge auf Pisten mit einem größten Gefälle ab 40 % · 20 % Kilometer Skirouten
NightlifeBars, Pubs und Clubs aus OpenStreetMap im Umkreis von 1 km um die Orte des Skigebiets, jede nur einmal gezählt, logarithmisch (log(1 + Anzahl)). Kleine Skigebiete am Stadtrand werden gedämpft: Faktor Pisten-km / 40, mindestens 0,25. Für bekannte Après-Ski-Orte gilt eine Untergrenze aus belegten Quellen (siehe Quellentabelle), weil Bars in OpenStreetMap ungleich erfasst sind. Ohne Orte am Lift kein Wert.
Größegemessene Pistenkilometer

Schulferien

Eine Woche gilt für ein Bundesland als Ferienwoche, wenn dessen Schulferien mindestens 3 der 5 Schultage (Montag bis Freitag) abdecken. Einzelne freie Tage markieren also keine Woche. Wir nutzen die Ferien der allgemeinbildenden Schulen; Ausnahmen für einzelne Inseln oder Städte zählen nicht. Stand: Schuljahr 2026/27.

Orte und Weg zum Lift

Als Orte zählen Städte, Dörfer und Weiler aus OpenStreetMap bis 2 km von einer Talstation. Die Entfernung ist Luftlinie zur nächsten Talstation, kein Fußweg. Klassen: Lift zu Fuß bis 400 m, Kurzer Weg bis 1,5 km, darüber Skibus oder Auto. Bars zählen im Umkreis von 1 km um den Ortsmittelpunkt.

Unterkunftssuche

Die Links „Auf Booking.com suchen“ und „Auf Holidu suchen“ öffnen dort eine Suche mit Ort, Reisedaten, Personen und Zimmern. Es sind keine Partnerlinks; wir erhalten keine Provision. Daten gehen erst an den Anbieter, wenn ihr klickt.

Bekannte Grenzen

Datenquellen und Lizenzen

DatenQuelleLizenz
Skigebiete, Pisten, Lifte, HöhenOpenSkiData / OpenSkiMap.org, Daten aus OpenStreetMap, © OpenStreetMap contributorsODbL 1.0
Orte und BarsOpenStreetMap (Overpass API), © OpenStreetMap contributorsODbL 1.0
SchneeCERRA-Land, Copernicus Climate Change Service (C3S), Climate Data Store (doi.org/10.24381/cds.a7f3cd0b). Von uns verarbeitet: Auswahl der Rasterzellen und Höhenausgleich mit SNOWGRID-CLCC BY 4.0 (Nutzungsbedingungen des Datensatzes: „CC-BY licence“)
Höhenausgleich der SchneewerteSNOWGRID-CL v2.1, Schneemodell im 1-km-Raster für Österreich (doi.org/10.60669/fsxx-6977). Datenquelle: GeoSphere Austria - https://data.hub.geosphere.at. Von uns für den Höhenausgleich der Schneewerte verarbeitet (siehe Höhenausgleich)CC BY 4.0
Prüfung der Schneewerte: Messstationen (Österreich)GeoSphere Austria, Klimastationen (klima-v2-1d). Datenquelle: GeoSphere Austria. Für den Abgleich genutzt; Stationen nahe einem Skigebiet zeigen wir dort mit eigener Auswertung.CC BY 4.0
Prüfung der Schneewerte: Messstationen (Schweiz)MeteoSwiss, Niederschlags- und Schneemessstationen (Open Government Data). Quelle: MeteoSwiss. Für den Abgleich genutzt; Stationen nahe einem Skigebiet zeigen wir dort mit eigener Auswertung.CC BY 4.0
Prüfung der Schneewerte: Messstationen (Frankreich)Météo-France, Données climatologiques de base – quotidiennes. Météo-France. Für den Abgleich genutzt; Stationen nahe einem Skigebiet zeigen wir dort mit eigener Auswertung.Licence Ouverte 2.0
Prüfung der Schneewerte: Messstationen (Italien, Südtirol)Autonome Provinz Bozen – Südtirol, Wetterstationen (Meteo-Webservice). Provinz Bozen – Südtirol. Für den Abgleich genutzt; Stationen nahe einem Skigebiet zeigen wir dort mit eigener Auswertung.CC0 1.0
Prüfung der Schneewerte: Messstationen (Deutschland)Deutscher Wetterdienst, Climate Data Center (Tageswerte). Deutscher Wetterdienst. Für den Abgleich genutzt; Stationen nahe einem Skigebiet zeigen wir dort mit eigener Auswertung.CC BY 4.0
Gelände in den Karten (Relief, Höhenlinien)Copernicus DEM GLO-30 (Copernicus WorldDEM-30), 30 m Raster, abgerufen im September 2026 über AWS Open DataCopernicus-DEM-Lizenz (ESA), frei nutzbar mit Quellenangabe
Grenzen, Küsten und Seen in der AlpenkarteNatural Earth, Maßstab 1:10 Mio.gemeinfrei
SchulferienOpenHolidays API, abgerufen am 29. September 2026ODbL 1.0
Fotos der SkigebieteWikimedia Commons, für 221 Skigebiete ausgewählt; Urheber, Lizenz und Quelldatei stehen unter jedem Foto. Auf 900 px Breite verkleinert und vom eigenen Server ausgeliefert.freie Lizenz je Foto (CC0, gemeinfrei, CC BY, CC BY-SA)
Offizielle PistenpläneWebsites der Skigebiete, Tourismusverbände und ihrer Kartenanbieter, für 82 Skigebiete mit Quelle und Stand verlinkt. Nicht bei uns gespeichert: Bilder und interaktive Pläne, die sich einbinden lassen und nachweislich keine Dienste Dritter nachladen, werden nach einem Klick direkt vom Server des Anbieters geladen; PDFs und alle anderen öffnet ein Link dort.© beim Skigebiet bzw. Kartenverlag
TageskartenWebsites der Betreiber, je Skigebiet verlinkt mit Prüfdatum. Die Tageskartenpreise sind unverändert von offiziellen Seiten der Skigebiete oder Liftgesellschaften übernommen, in der Originalwährung (Euro oder Franken, ohne Umrechnung), mit Produkt, Saison und Prüfdatum. Preise ändern sich, maßgeblich ist der verlinkte Preis beim Betreiber.Einzelangaben
Après-Ski-Untergrenzen für den Nightlife-WertHandverlesene Liste bekannter Après-Ski-Orte, je Eintrag mit Quelle (Wikipedia, Tourismusseiten) und PrüfdatumEinzelangaben

Pflichtangaben der Quellen:

Karten

Die Pistenkarten und die Alpenkarte zeichnen wir selbst aus offenen Daten; dafür werden keine Karten von Dritten geladen. Pisten und Lifte stammen aus OpenSkiData (OpenStreetMap), eingefärbt nach Schwierigkeit, Skirouten gestrichelt. Relief und Höhenlinien (alle 100 m) berechnen wir aus dem Copernicus-Höhenmodell GLO-30; über etwa 1.800 m ist der Grund heller. Pisten und Lifte benachbarter Skigebiete zeigen wir grau, damit Verbindungen sichtbar bleiben. Die Karten sind vereinfacht und kein Ersatz für den offiziellen Pistenplan. Den offiziellen Plan verlinken wir, wo wir ihn gefunden haben, auf der Seite des Skigebiets unter „Offizieller Pistenplan“ (82 Skigebiete). Er ist urheberrechtlich geschützt, wir speichern keine Kopie: Wo der Anbieter das Einbinden erlaubt, wird er nach einem Klick direkt vom Server des Anbieters geladen, sonst öffnet ihn ein Link (Datenschutz).

Hinweis zu den Höhendaten: Die für das Copernicus-Programm gesetzlich oder im Auftrag zuständigen Organisationen haften nicht für die Nutzung der Copernicus WorldDEM-30 („The organisations in charge of the Copernicus programme by law or by delegation do not incur any liability for any use of the Copernicus WorldDEM-30“). Die Karten sind keine offizielle Veröffentlichung des Copernicus-Programms.

Daten zum Herunterladen

Unsere aus OpenStreetMap und OpenSkiData abgeleitete Datenbank (Skigebiete, Pistenkilometer, Lifte, Höhen, Orte am Lift) steht unter derOpen Database License (ODbL 1.0) zum Download bereit: skigebiete-odbl.json,© OpenStreetMap contributors. Schnee-, Eignungs- und Preiswerte gehören nicht dazu.

Der Finder lädt seine Daten aus /data/finder.json. Die Datei enthält aus OpenStreetMap und OpenSkiData abgeleitete Angaben (Name, Land, Region, Lage, Pistenkilometer, höchster Punkt), die unter der ODbL 1.0 stehen (© OpenStreetMap contributors), sowie unsere eigenen Schnee- und Eignungswerte als getrennte Datenbank.

535 Skigebiete. Datenstand: 5. Oktober 2026.